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Kosten & Preise

# Steuerberater-Kosten für eine GmbH: Modellrechnung nach StBVV 2026

Was ein Steuerberater für eine kleine operative GmbH kostet: Modellrechnung nach StBVV 2026 für eine Agentur-GmbH mit 180.000 € Umsatz, im Mittel 4.783,50 € netto im Jahr, mit Checkliste für den Angebotsvergleich.

Fideus Redaktion16 Min. Lesezeit24. September 2026

Kurz zusammengefasst

- Nach der StBVV kosten Buchführung, Jahresabschluss sowie Körperschaft-, Gewerbe- und Umsatzsteuererklärung einer fiktiven Agentur-GmbH mit 180.000 € Umsatz im Mittel des Gebührenrahmens 4.783,50 € netto im Jahr. Modellrechnung, ersetzt keine Prüfung durch eine Steuerkanzlei. Stand 2026.
- Über die Fideus-Plattform kostet dieselbe GmbH im Paket „Operatives Unternehmen“ ab 3.500 € pro Jahr netto, inklusive Buchhaltung, Umsatzsteuervoranmeldungen, Jahresabschluss, Jahreserklärungen, E-Bilanz und Offenlegung. Die Kanzlei bucht und erstellt alles in eigener Verantwortung, Fideus bereitet Belege und Bankdaten auf.
- Größter Posten nach StBVV ist die Buchführung: eine Monatsgebühr aus Tabelle C, deren Höhe vom Jahresumsatz abhängt. Die Umsatzsteuervoranmeldungen sind damit abgegolten (§ 33 Abs. 8 StBVV), ob monatlich oder quartalsweise.
- Kleinstkapitalgesellschaften brauchen in der Regel keinen Anhang. Die Lohnabrechnung kostet nach § 34 StBVV 6 € bis 30 € je Arbeitnehmer und Abrechnungszeitraum.
- Festpreise sind zulässig, wenn Kanzlei und Kunde sie in Textform vereinbaren (§ 4 StBVV).

Die **Kosten für den Steuerberater einer GmbH** liegen nach der Steuerberatervergütungsverordnung (StBVV) im Mittel des Gebührenrahmens bei rund 4.780 € netto im Jahr. Das zeigt eine Modellrechnung für eine fiktive Agentur-GmbH mit 180.000 € Umsatz, 100.000 € Bilanzsumme und ohne Mitarbeitende, Stand 2026. Darin enthalten sind Buchführung, quartalsweise Umsatzsteuervoranmeldungen, Jahresabschluss sowie Körperschaft-, Gewerbe- und Umsatzsteuererklärung. Größter Posten ist die laufende Buchführung mit knapp der Hälfte des Betrags.

## Was kostet ein Steuerberater für eine GmbH pro Jahr?

Für eine kleine operative GmbH ergibt die StBVV im Mittel des Gebührenrahmens 4.783,50 € netto im Jahr. Der Betrag umfasst Buchführung, Umsatzsteuervoranmeldungen, Jahresabschluss und die drei Jahressteuererklärungen. Wo die Rechnung innerhalb des Rahmens liegt, bestimmt die Kanzlei nach § 11 StBVV im Einzelfall, etwa nach Umfang und Schwierigkeit der Arbeit. Mindest- und Höchstsatz je Posten zeigt die Tabelle.

Die Modellrechnung ist ein fiktives Beispiel. Zugrunde liegen diese Annahmen:

- **GmbH:** eine Agentur mit 180.000 € Umsatzerlösen und 140.000 € Aufwand im Geschäftsjahr 2026. Davon tragen 135.000 € Vorsteuer, etwa für Freelancer und Software. Rund 500 Banktransaktionen im Jahr, keine Mitarbeitenden.
- **Buchführung:** Die Kanzlei bucht und kontiert die Belege (§ 33 Abs. 1 StBVV). Gegenstandswert ist der Jahresumsatz von 180.000 €, weil er über dem Aufwand liegt.
- **Umsatzsteuer:** Alle Umsätze unterliegen 19 %. Die Zahllast beträgt rund 8.550 € im Jahr, auch im Vorjahr. Sie liegt unter 9.000 €, die GmbH meldet deshalb quartalsweise an (§ 18 Abs. 2 UStG).
- **Jahresabschluss:** Die berichtigte Bilanzsumme beträgt 100.000 €. Die GmbH ist Kleinstkapitalgesellschaft und verzichtet auf den Anhang.
- **Steuererklärungen:** Einkommen und Gewerbeertrag betragen je 40.000 €, die steuerpflichtigen Entgelte 180.000 €.
- **Gebührensatz:** Gezeigt werden Mindestsatz, Mittelwert und Höchstsatz des jeweiligen Rahmens.

| Tätigkeit | Grundlage (StBVV) | Mindestens | Mittelwert | Höchstens |
| --- | --- | --- | --- | --- |
| Buchführung, 12 Monate | § 33 Abs. 1, 2/10–12/10 von 275 € je Monat (Tabelle C) | 660,00 € | 2.310,00 € | 3.960,00 € |
| Umsatzsteuervoranmeldungen | mit der Buchführung abgegolten (§ 33 Abs. 8) | 0,00 € | 0,00 € | 0,00 € |
| Jahresabschluss (Bilanz und GuV) | § 35 Abs. 1 Nr. 1a, 10/10–40/10 von 471 € (Tabelle B) | 471,00 € | 1.177,50 € | 1.884,00 € |
| Körperschaftsteuererklärung | § 24 Abs. 1 Nr. 3, 2/10–8/10 von 1.125 € (Tabelle A) | 225,00 € | 562,50 € | 900,00 € |
| Gewerbesteuererklärung | § 24 Abs. 1 Nr. 5, 1/10–6/10 von 1.125 € (Tabelle A) | 112,50 € | 393,75 € | 675,00 € |
| Umsatzsteuererklärung | § 24 Abs. 1 Nr. 8, 1/10–8/10 von 755 € (Tabelle A) | 75,50 € | 339,75 € | 604,00 € |
| Summe netto |  | 1.544,00 € | 4.783,50 € | 8.023,00 € |
| Umsatzsteuer 19 % | § 15 StBVV | 293,36 € | 908,87 € | 1.524,37 € |
| Summe brutto |  | 1.837,36 € | 5.692,37 € | 9.547,37 € |

Modellrechnung, ersetzt keine Prüfung durch eine Steuerkanzlei. Stand 2026: StBVV in der Fassung ab 1. Juli 2025, volle Gebühren aus Tabelle A (Anlage 1), Tabelle B (Anlage 2) und Tabelle C (Anlage 3). Der Mittelwert ist die Mitte des Zehntelrahmens. Nicht enthalten sind Zeitgebühren, Auslagen und Lohnabrechnung.

Die gleiche Rechnung für eine Holding ohne laufendes Geschäft zeigt der Artikel [Steuerberater-Kosten für eine Holding](https://www.fideus.de/wissen/steuerberater-kosten-holding). Dort fällt die Buchführung kleiner aus, dafür kann ein Anhang nötig sein.

## Was kostet eine GmbH über die Fideus-Plattform?

Über die Fideus-Plattform kostet die Agentur-GmbH aus dem Beispiel ab 3.500 € pro Jahr netto im Paket „Operatives Unternehmen“. Für Buchführung, Jahresabschluss und Jahreserklärungen ergibt die StBVV im Mittel 4.783,50 € netto. Das Paket beginnt bei 2.000 € pro Jahr netto. Die Preise sind Gesamtpreise für Plattform- und Kanzleileistungen; Fideus und die Kanzlei rechnen ihren Anteil jeweils selbst ab.

Die Steuerkanzlei, bei der du mandatiert bist, bucht und erstellt Abschluss und Erklärungen in eigener Verantwortung. Fideus ist die Plattform für Steuer- und Buchhaltungskoordination und bereitet Belege und Bankdaten auf. Das Paket umfasst Plattform- und Kanzleileistungen:

- **Buchhaltung:** laufend, kontiert und gebucht von der Kanzlei; du lädst nur die Belege hoch, Fideus bereitet Belege und Bankdaten auf
- **Umsatzsteuer:** Voranmeldungen, erstellt und übermittelt von der Kanzlei in eigener Verantwortung
- **Jahresabschluss:** mit E-Bilanz und Offenlegung im Unternehmensregister, erstellt und übermittelt von der Kanzlei in eigener Verantwortung
- **Steuererklärungen:** Körperschaft-, Gewerbe- und Umsatzsteuer-Jahreserklärung, erstellt von der Kanzlei in eigener Verantwortung
- **Steuerberatung:** durch die mandatierte Steuerkanzlei in eigener Verantwortung
- **Koordination:** der Behördenkommunikation über die Plattform

Fideus arbeitet mit zwei zugelassenen Steuerkanzleien. Die mandatierte Kanzlei hat über 50 Mitarbeitende, darunter mehr als 7 Steuerberaterinnen und Steuerberater. Jeden Abschluss prüft eine zweite Person der Kanzlei. Über die Plattform werden mehr als 600 Unternehmen verwaltet.

Die Lohnabrechnung lässt sich jederzeit dazubuchen. Sie erstellt über Fideus ein spezialisierter Partner; der Aufpreis steht im Angebot.

| Leistung | Paket „Operatives Unternehmen“ | StBVV-Modell, Mittelwert netto |
| --- | --- | --- |
| Laufende Buchhaltung | enthalten, gebucht von der Kanzlei | 2.310,00 € |
| Umsatzsteuervoranmeldungen | enthalten | mit Buchführung abgegolten |
| Jahresabschluss | enthalten | 1.177,50 € |
| Körperschaft-, Gewerbe- und Umsatzsteuererklärung | enthalten | 1.296,00 € |
| E-Bilanz und Offenlegung | enthalten | nicht in der Modellrechnung |
| Summe | ab 3.500 € / Jahr netto | 4.783,50 € netto |

Modellrechnung, ersetzt keine Prüfung durch eine Steuerkanzlei. Stand 2026. Paketpreis für die fiktive Agentur-GmbH aus dem Beispiel (180.000 € Umsatz, quartalsweise Voranmeldung, 100.000 € Bilanzsumme, rund 500 Banktransaktionen), Stand September 2026. Die StBVV-Spalte zeigt den Mittelwert; Mindest- und Höchstsatz stehen in der Modellrechnung oben. Wie in der Modellrechnung nach § 33 Abs. 1 StBVV kontiert und bucht die Kanzlei. Den Preis für eine bestimmte GmbH nennt das Angebot, dort stehen alle Kosten. Alle Vorbehaltsaufgaben erbringt die Kanzlei in eigener Verantwortung.

Nicht betreut werden reine Depot- und Immobilien-GmbHs, Aktien- und ETF-Handel sowie Kryptowährungen, im Paket „Operatives Unternehmen“ außerdem Handel und E-Commerce.

### Wie kommen Belege zur Kanzlei, und wie läuft der Wechsel?

Über die Plattform verknüpfst du die Bankkonten; die Transaktionen kommen automatisch an. Belege lädst du hoch oder leitest sie per E-Mail weiter. Für Software-Abos und andere Tools gibt es eine eigene E-Mail-Adresse von Fideus, die du dort als Rechnungsadresse angibst.

Eigene KI-Technologie ordnet Beleg und Transaktion zu und schlägt ein Buchungskonto vor. Die Kanzlei prüft den Vorschlag, kontiert und bucht in eigener Verantwortung. An Fristen erinnert die Plattform mit Fristen-Tracking und Erinnerungen.

Beim Wechsel kündigst du die bisherige Kanzlei selbst per E-Mail, mit einer Vorlage von Fideus. Die DATEV-Sicherungsdatei forderst du ebenso mit einer Vorlage an. Die mandatierte Kanzlei reicht ihre Vollmacht beim Finanzamt ein. Dein Aufwand liegt bei rund 20 Minuten. Den Ablauf beschreibt der Artikel [Steuerberater wechseln](https://www.fideus.de/wissen/steuerberater-wechseln).

## Wie berechnet die StBVV die Steuerberaterkosten einer GmbH?

Die StBVV rechnet die meisten Tätigkeiten für eine GmbH als Wertgebühr ab. Die Kanzlei bestimmt zuerst den Gegenstandswert, etwa den Jahresumsatz oder das Einkommen. Für diesen Wert liest sie die volle Gebühr aus einer der Tabellen ab. Davon setzt sie einen Zehntelsatz aus dem Rahmen an, den die Verordnung für die jeweilige Tätigkeit vorgibt.

1. **Gegenstandswert bestimmen:** je Tätigkeit nach der Regel in der Tabelle unten.
2. **Volle Gebühr ablesen:** Tabelle A für Steuererklärungen, B für Abschlüsse, C für die Buchführung.
3. **Zehntelsatz anwenden:** etwa 2/10 bis 12/10 bei der Buchführung; die Mitte des Rahmens ist der Mittelwert.
4. **Umsatzsteuer und Auslagen addieren:** 19 % nach § 15 StBVV, Post und Telekommunikation nach § 16 StBVV.

| Tätigkeit | Gegenstandswert | Tabelle | Rahmen |
| --- | --- | --- | --- |
| Buchführung (§ 33) | Jahresumsatz oder Summe des Aufwands, der höhere Betrag | C | 2/10–12/10 je Monat |
| Jahresabschluss (§ 35) | Mittel aus berichtigter Bilanzsumme und Jahresleistung | B | 10/10–40/10 |
| Körperschaftsteuererklärung (§ 24 Abs. 1 Nr. 3) | Einkommen, mindestens 16.000 € | A | 2/10–8/10 |
| Gewerbesteuererklärung (§ 24 Abs. 1 Nr. 5) | Gewerbeertrag, mindestens 8.000 € | A | 1/10–6/10 |
| Umsatzsteuererklärung (§ 24 Abs. 1 Nr. 8) | 10 % der Entgelte, mindestens 8.000 € | A | 1/10–8/10 |
| Lohnabrechnung (§ 34) | kein Gegenstandswert | – | 6–30 € je Arbeitnehmer und Abrechnungszeitraum |

Stand 2026, StBVV in der Fassung ab 1. Juli 2025. Die Rahmen gelten für Kanzleien, die nach der StBVV abrechnen und nichts anderes vereinbart haben.

## Was kostet die laufende Buchhaltung beim Steuerberater?

Für die Buchführung einschließlich Kontieren berechnet die Kanzlei nach § 33 Abs. 1 StBVV eine Monatsgebühr von 2/10 bis 12/10 aus Tabelle C. Gegenstandswert ist der Jahresumsatz oder die Summe des Aufwands, je nachdem, was höher ist. Bei 180.000 € Umsatz sind das 55 € bis 330 € netto im Monat, im Mittel 192,50 €.

Kontiert die GmbH die Belege selbst vor, sinkt der Rahmen nach § 33 Abs. 3 StBVV auf 1/10 bis 6/10. Die Tabelle zeigt, wie die Gebühr mit dem Umsatz wächst. Grundlage ist die [Buchführungstabelle C der StBVV](https://www.gesetze-im-internet.de/stbgebv/anlage_3.html). Pflichten und Modelle der Buchführung erklärt der Artikel [Buchhaltung für eine GmbH](https://www.fideus.de/wissen/buchhaltung-gmbh).

| Jahresumsatz bis | Volle Gebühr (Tabelle C) | Monatsgebühr 2/10–12/10 | Mittelwert im Jahr |
| --- | --- | --- | --- |
| 100.000 € | 188 € | 37,60–225,60 € | 1.579,20 € |
| 200.000 € | 275 € | 55,00–330,00 € | 2.310,00 € |
| 300.000 € | 359 € | 71,80–430,80 € | 3.015,60 € |
| 500.000 € | 512 € | 102,40–614,40 € | 4.300,80 € |
| 1.000.000 € | 872 € | 174,40–1.046,40 € | 7.324,80 € |

Modellrechnung, ersetzt keine Prüfung durch eine Steuerkanzlei. Stand 2026, netto. Über 500.000 € steigt die volle Gebühr um 36 € je angefangene 50.000 €.

### Kosten die Umsatzsteuervoranmeldungen extra?

Nicht, wenn die Kanzlei auch die Buchführung nach § 33 StBVV abrechnet. Die Verordnung regelt das ausdrücklich:

> „Mit der Gebühr nach den Absätzen 1, 3 und 4 sind die Gebühren für die Umsatzsteuervoranmeldung (§ 24 Abs. 1 Nr. 7) abgegolten.“ – [§ 33 Abs. 8 StBVV](https://www.gesetze-im-internet.de/stbgebv/__33.html)

Erstellt eine Kanzlei nur die Voranmeldungen, gilt § 24 Abs. 1 Nr. 7 StBVV: 1/10 bis 6/10 aus Tabelle A, bezogen auf 10 % der Entgelte, mindestens 650 €. Bei 45.000 € Entgelten im Quartal sind das 34 € bis 204 € netto je Voranmeldung.

Wie oft die GmbH anmeldet, regelt [§ 18 Abs. 2 UStG](https://www.gesetze-im-internet.de/ustg_1980/__18.html). Regelfall ist das Kalendervierteljahr. Lag die Umsatzsteuer im Vorjahr über 9.000 €, meldet die GmbH monatlich an. Bei höchstens 2.000 € kann das Finanzamt sie von den Voranmeldungen befreien.

Die GmbH aus dem Beispiel zahlt rund 8.550 € Umsatzsteuer im Jahr und meldet deshalb quartalsweise an. Neugründungen melden nach dem Gesetz im Gründungs- und im Folgejahr monatlich an (§ 18 Abs. 2 Satz 4 UStG). Für die Besteuerungszeiträume 2021 bis 2026 gilt stattdessen die voraussichtliche Steuer des Gründungsjahres oder die auf ein volles Jahr umgerechnete Steuer des Vorjahres (Satz 6).

Eine 2026 gegründete GmbH mit denselben Zahlen meldet 2026 also ebenfalls quartalsweise an. Ab 2027 gilt die Ausnahme nach heutigem Stand nicht mehr. Im zweiten Jahr, also 2027, meldet diese GmbH dann monatlich an.

Rechnet die Kanzlei die Buchführung nach § 33 StBVV ab, ändert der Rhythmus die Gebühr nicht. Die Voranmeldungen sind in beiden Fällen abgegolten.

## Was kostet der Jahresabschluss einer GmbH beim Steuerberater?

Der Jahresabschluss kostet nach § 35 StBVV 10/10 bis 40/10 einer vollen Gebühr aus Tabelle B. Gegenstandswert ist das Mittel aus berichtigter Bilanzsumme und betrieblicher Jahresleistung. Bei 100.000 € Bilanzsumme und 180.000 € Umsatz sind das 140.000 €, die volle Gebühr beträgt 471 €. Die Aufstellung kostet damit 471 € bis 1.884 € netto, im Mittel 1.177,50 €.

Ist der Aufwand höher als die Jahresleistung, zählt der Aufwand. Was über das Fünffache der Bilanzsumme hinausgeht, bleibt außer Ansatz. Für Abschlussvorarbeiten bis zur abgestimmten Saldenbilanz darf die Kanzlei zusätzlich die Zeitgebühr berechnen (§ 35 Abs. 3 StBVV).

### Braucht die GmbH einen Anhang?

Eine Kleinstkapitalgesellschaft braucht keinen Anhang, wenn sie bestimmte Angaben unter der Bilanz macht (§ 264 Abs. 1 HGB). Als Kleinstkapitalgesellschaft gilt eine GmbH, die zwei von drei Grenzen nicht überschreitet ([§ 267a Abs. 1 HGB](https://www.gesetze-im-internet.de/hgb/__267a.html)): 450.000 € Bilanzsumme, 900.000 € Umsatz und zehn Arbeitnehmer im Jahresdurchschnitt. Ist ein Anhang nötig, kostet er 2/10 bis 12/10 aus Tabelle B (§ 35 Abs. 1 Nr. 1b StBVV). Im Modell sind das 94,20 € bis 565,20 € netto.

## Was kosten Körperschaft-, Gewerbe- und Umsatzsteuererklärung?

Die drei Jahressteuererklärungen der GmbH rechnet die StBVV nach § 24 mit Tabelle A ab. In der Modellrechnung kosten sie zusammen 413 € bis 2.179 € netto, im Mittel 1.296 €. Maßgeblich sind Einkommen, Gewerbeertrag und Entgelte. Bei kleinen Gewinnen greifen Mindestgegenstandswerte von 16.000 € und 8.000 €. Wie hoch die Steuern selbst ausfallen, erklärt der Artikel [Steuern einer GmbH](https://www.fideus.de/wissen/gmbh-steuern).

- **Körperschaftsteuererklärung:** 2/10 bis 8/10 aus Tabelle A. Bei 40.000 € Einkommen beträgt die volle Gebühr 1.125 €, die Gebühr also 225 € bis 900 €.
- **Gewerbesteuererklärung:** 1/10 bis 6/10 aus Tabelle A, Gegenstandswert ist der Gewerbeertrag vor Freibetrag. Bei 40.000 € sind das 112,50 € bis 675 €.
- **Umsatzsteuererklärung:** 1/10 bis 8/10 aus Tabelle A auf 10 % der Entgelte. Bei 180.000 € Entgelten ist der Gegenstandswert 18.000 €, die volle Gebühr 755 € und die Gebühr 75,50 € bis 604 €.

Bilanz und GuV gehen zusätzlich als E-Bilanz elektronisch an das Finanzamt (§ 5b EStG). Dafür nennt die StBVV keine eigene Gebühr. Wie Jahresabschluss und Erklärungen zusammenhängen und welche Fristen gelten, erklärt der Artikel [Steuererklärung und Jahresabschluss](https://www.fideus.de/wissen/steuererklaerung-jahresabschluss).

## Was kostet die Lohnabrechnung beim Steuerberater?

Die Lohnabrechnung kostet nach § 34 Abs. 2 StBVV 6 € bis 30 € je Arbeitnehmer und Abrechnungszeitraum. Die Lohnsteueranmeldung ist damit abgegolten (§ 34 Abs. 6 StBVV). Für eine Mitarbeiterin mit monatlicher Abrechnung sind das 72 € bis 360 € netto im Jahr, im Mittel 216 €.

Liefert die GmbH die Buchungsunterlagen selbst, sinkt der Rahmen auf 2,50 € bis 9,50 € je Abrechnung (§ 34 Abs. 3 StBVV). Sonstige Tätigkeiten rund um Lohnsteuer und Lohnbuchführung rechnet die Kanzlei nach Zeitgebühr ab (§ 34 Abs. 5 StBVV).

## Welche Kosten kommen zur StBVV-Rechnung hinzu?

Zur Modellrechnung kommen je nach Auftrag weitere Posten: Beratung und Abschlussvorarbeiten nach Zeitgebühr, die Ableitung des steuerlichen Ergebnisses, Auslagen und die Umsatzsteuer. Tätigkeiten, die die StBVV nicht eigens regelt, bemisst die Kanzlei nach § 2 StBVV sinngemäß oder vereinbart sie gesondert.

- **Zeitgebühr:** 16,50 € bis 41 € je angefangene Viertelstunde, also 66 € bis 164 € netto je Stunde (§ 13 StBVV).
- **Steuerliches Ergebnis:** Die Ableitung aus dem Handelsbilanzergebnis kostet 2/10 bis 10/10 aus Tabelle B (§ 35 Abs. 1 Nr. 3a StBVV). Im Modell sind das 94,20 € bis 471 €.
- **Beratung:** Ein Rat, der nicht mit einer anderen Tätigkeit zusammenhängt, kostet 1/10 bis 10/10 aus Tabelle A (§ 21 StBVV). Die Grenze von 190 € für eine erste Beratung gilt nur für Verbraucher, nicht für die GmbH.
- **Auslagen:** pauschal 20 % der Gebühren, höchstens 20 € je Angelegenheit (§ 16 StBVV).
- **Umsatzsteuer:** 19 % auf alle Beträge (§ 15 StBVV). Eine GmbH mit steuerpflichtigen Umsätzen kann sie in der Regel als Vorsteuer abziehen.

## Darf eine Steuerkanzlei einen Festpreis für die GmbH vereinbaren?

Ja. Die StBVV gilt für die Höhe der Vergütung nur, soweit nichts anderes vereinbart ist (§ 1 Abs. 1 StBVV). Eine Vergütungsvereinbarung braucht Textform und muss als solche bezeichnet sein ([§ 4 Abs. 1 StBVV](https://www.gesetze-im-internet.de/stbgebv/__4.html)). Eine niedrigere Vergütung muss in angemessenem Verhältnis zu Leistung, Verantwortung und Haftungsrisiko stehen (§ 4a StBVV).

Die Kanzlei muss in Textform darauf hinweisen, dass eine höhere oder niedrigere Vergütung vereinbart werden kann (§ 4 Abs. 3 StBVV). Die frühere Pauschalvergütung nach § 14 StBVV ist zum 1. Juli 2025 ersatzlos weggefallen. Festpreise und Pauschalen laufen seitdem über die Vergütungsvereinbarung nach § 4 StBVV.

## Wie vergleichst du Angebote von Steuerkanzleien für die GmbH?

Angebote lassen sich nur vergleichen, wenn Umfang und Abrechnungsart gleich sind. Ein niedriger Monatsbetrag für die Buchführung sagt wenig, wenn Jahresabschluss und Erklärungen gesondert abgerechnet werden. Die folgenden Fragen lassen sich bei jedem Angebot prüfen, ob es nach StBVV oder zum Festpreis kalkuliert ist.

1. **Umfang:** Sind Buchführung mit Kontieren, Umsatzsteuervoranmeldungen, Jahresabschluss, E-Bilanz, Offenlegung und alle drei Jahreserklärungen enthalten?
2. **Abrechnung:** Gebühr nach StBVV mit welchem Zehntelsatz, oder ein fester Betrag per Vergütungsvereinbarung in Textform?
3. **Zusatzposten:** Werden Abschlussvorarbeiten, Beratung oder Auslagen gesondert berechnet?
4. **Netto oder brutto:** StBVV-Beträge und die meisten Festpreise verstehen sich zuzüglich 19 % Umsatzsteuer.
5. **Ablauf:** Wie kommen Belege und Bankdaten zur Kanzlei, und wer erinnert an Fristen und fehlende Unterlagen?

Für das Paket „Operatives Unternehmen“ steht der Umfang in der Vergleichstabelle oben. Der Preis ist ein Gesamtpreis netto, und alle Kosten stehen vor der Beauftragung im Angebot. Belege und Bankdaten kommen über die Plattform zur Kanzlei.

## Fazit

Die StBVV macht die Steuerberater-Kosten einer GmbH nachrechenbar: Gegenstandswert bestimmen, volle Gebühr aus Tabelle A, B oder C ablesen, Zehntelsatz anwenden. Für eine kleine Agentur-GmbH mit 180.000 € Umsatz ergibt das im Mittel 4.783,50 € netto im Jahr. Knapp die Hälfte davon entfällt auf die laufende Buchführung.

Über die Fideus-Plattform kostet dieselbe GmbH ab 3.500 € pro Jahr netto. Die Kanzlei bucht und erstellt Abschluss und Erklärungen in eigener Verantwortung; Fideus bereitet Belege und Bankdaten auf.

- Umsatzsteuervoranmeldungen sind mit der Buchführung abgegolten.
- Kleinstkapitalgesellschaften brauchen in der Regel keinen Anhang.
- Festpreise brauchen eine Vergütungsvereinbarung in Textform.

Alle Pakete für operative GmbHs und UGs zeigt die Seite [Preise](https://www.fideus.de/preise). Wie der Ablauf für Agenturen und digitale Dienstleister aussieht, zeigen die Seiten [Fideus für Agenturen](https://www.fideus.de/branchen/agenturen) und [Fideus für digitale Dienstleister](https://www.fideus.de/branchen/digitale-dienstleister).

## Quellen

- [Steuerberatervergütungsverordnung (StBVV), zuletzt geändert am 19. Dezember 2025 – gesetze-im-internet.de](https://www.gesetze-im-internet.de/stbgebv/)
- [§ 33 StBVV – Buchführung](https://www.gesetze-im-internet.de/stbgebv/__33.html)
- [§ 34 StBVV – Lohnbuchführung](https://www.gesetze-im-internet.de/stbgebv/__34.html)
- [§ 35 StBVV – Abschlussarbeiten](https://www.gesetze-im-internet.de/stbgebv/__35.html)
- [§ 24 StBVV – Steuererklärungen](https://www.gesetze-im-internet.de/stbgebv/__24.html)
- [§ 4 StBVV – Vereinbarung der Vergütung](https://www.gesetze-im-internet.de/stbgebv/__4.html)
- [StBVV Anlage 1 – Tabelle A (Beratungstabelle)](https://www.gesetze-im-internet.de/stbgebv/anlage_1.html)
- [StBVV Anlage 2 – Tabelle B (Abschlusstabelle)](https://www.gesetze-im-internet.de/stbgebv/anlage_2.html)
- [StBVV Anlage 3 – Tabelle C (Buchführungstabelle)](https://www.gesetze-im-internet.de/stbgebv/anlage_3.html)
- [§ 267a HGB – Kleinstkapitalgesellschaft](https://www.gesetze-im-internet.de/hgb/__267a.html)
- [§ 18 UStG – Besteuerungsverfahren](https://www.gesetze-im-internet.de/ustg_1980/__18.html)
- [Bundessteuerberaterkammer – Übersicht zur StBVV](https://www.bstbk.de/de/themen/berufsrecht/steuerberaterverguetungsverordnung)

Alle Fundstellen geprüft am 23. September 2026 und erneut am 24. September 2026.

## Häufige Fragen

### Was kostet ein Steuerberater für eine GmbH im Monat?

Für eine fiktive Agentur-GmbH mit 180.000 € Umsatz kostet die Buchführung nach § 33 StBVV im Mittel des Gebührenrahmens 192,50 € netto im Monat. Die Umsatzsteuervoranmeldungen sind damit abgegolten. Legt man Jahresabschluss und Steuererklärungen auf zwölf Monate um, sind es im Mittel rund 399 € netto im Monat. Modellrechnung, ersetzt keine Prüfung durch eine Steuerkanzlei. Stand 2026.

### Wie hoch ist die Steuerberatergebühr für den Jahresabschluss einer GmbH?

Nach § 35 StBVV beträgt sie 10/10 bis 40/10 einer vollen Gebühr aus Tabelle B. Gegenstandswert ist das Mittel aus berichtigter Bilanzsumme und Jahresleistung. Bei 100.000 € Bilanzsumme und 180.000 € Umsatz beträgt die volle Gebühr 471 €, der Mittelwert 1.177,50 € netto. Kleinstkapitalgesellschaften brauchen in der Regel keinen Anhang. Modellrechnung, ersetzt keine Prüfung durch eine Steuerkanzlei. Stand 2026.

### Sind die Umsatzsteuervoranmeldungen in der Buchhaltungsgebühr enthalten?

Ja, wenn die Kanzlei die Buchführung nach § 33 Abs. 1, 3 oder 4 StBVV abrechnet. Nach § 33 Abs. 8 StBVV sind die Gebühren für die Umsatzsteuervoranmeldung damit abgegolten, ob monatlich oder quartalsweise angemeldet wird. Eine eigene Gebühr nach § 24 Abs. 1 Nr. 7 StBVV fällt nur an, wenn die Kanzlei die Voranmeldungen ohne diese Buchführung erstellt.

### Braucht eine GmbH einen Steuerberater?

Eine gesetzliche Pflicht gibt es nicht. Die GmbH muss aber Bücher führen, einen Jahresabschluss aufstellen, die E-Bilanz übermitteln und Körperschaft-, Gewerbe- und Umsatzsteuererklärung abgeben. Beauftragt sie eine Steuerkanzlei, gilt für die Jahreserklärungen in der Regel eine längere Frist (§ 149 Abs. 3 AO).

### Was kostet eine operative GmbH über die Fideus-Plattform?

Für eine fiktive Agentur-GmbH mit 180.000 € Umsatz, quartalsweiser Umsatzsteuervoranmeldung, 100.000 € Bilanzsumme und rund 500 Banktransaktionen kostet das Paket „Operatives Unternehmen“ ab 3.500 € pro Jahr netto. Die StBVV ergibt für Buchführung, Jahresabschluss und Jahreserklärungen im Mittel 4.783,50 € netto. Enthalten sind laufende Buchhaltung, Umsatzsteuervoranmeldungen, Jahresabschluss, Körperschaft-, Gewerbe- und Umsatzsteuer-Jahreserklärung, E-Bilanz und Offenlegung. Die mandatierte Steuerkanzlei bucht und erstellt alles in eigener Verantwortung; Fideus bereitet Belege und Bankdaten auf. Das Paket beginnt bei 2.000 € pro Jahr netto. Modellrechnung, ersetzt keine Prüfung durch eine Steuerkanzlei.

**Hinweis:** Dieser Artikel dient der allgemeinen Information und ersetzt keine steuerliche oder rechtliche Beratung im Einzelfall. Die Plattform wird von der Fideus GmbH betrieben. Vorbehaltsaufgaben werden ausschließlich von Steuerkanzleien in eigener Verantwortung erbracht. Rechtliche Leistungen wie Gründung oder Vertragsgestaltung erbringen spezialisierte Partner. Stand: 09/2026; Angaben zu Steuersätzen, Freibeträgen und Fristen beziehen sich auf das genannte Jahr.

Erstellt mit KI-Unterstützung und redaktionell geprüft von der Fideus Redaktion.

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