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Gründung & Struktur

Vermögensverwaltende GmbH: Steuern, Vorteile, Nachteile

Wie viel Steuern eine vermögensverwaltende GmbH auf Aktien, ETFs, Dividenden und Mieten zahlt, was nach der Ausschüttung bleibt und worin sie sich von einer Holding unterscheidet.

Fideus Redaktion12 Min. Lesezeit

Eine vermögensverwaltende GmbH ist eine GmbH, die kein operatives Geschäft betreibt, sondern eigenes Vermögen anlegt: Aktien, ETFs, Beteiligungen oder Immobilien. Sie unterliegt der Körperschaftsteuer, dem Solidaritätszuschlag und der Gewerbesteuer. Wie hoch die Last ist, hängt von der Ertragsart ab: rund 1,5 % auf Gewinne aus Aktienverkäufen, rund 11,6 % auf ETF-Erträge und rund 30 % auf Dividenden aus Beteiligungen unter 10 %, jeweils bei einem Gewerbesteuer-Hebesatz von 400 %.

Was ist eine vermögensverwaltende GmbH?

Eine vermögensverwaltende GmbH, kurz vv GmbH, ist keine eigene Rechtsform. Es ist eine gewöhnliche GmbH oder UG (haftungsbeschränkt), deren Unternehmensgegenstand die Verwaltung eigenen Vermögens ist. Umgangssprachlich heißt sie auch „Spardosen-GmbH", weil Gewinne dort angelegt statt ausgeschüttet werden.

Steuerlich ändert der Name nichts. Nach § 2 Abs. 2 GewStG gilt als Gewerbebetrieb „stets und in vollem Umfang die Tätigkeit der Kapitalgesellschaften". Anders als bei privater Vermögensverwaltung fällt deshalb immer Gewerbesteuer an. Einen Freibetrag wie Einzelunternehmen hat die GmbH dabei nicht (§ 11 GewStG).

  • Depot-GmbH: Sie hält Aktien, Anleihen oder ETFs.
  • Immobilien-GmbH: Sie vermietet eigene Immobilien und kann bei der Gewerbesteuer die erweiterte Kürzung beantragen.
  • Beteiligungs-GmbH: Sie hält Anteile an anderen Kapitalgesellschaften, oft an der eigenen operativen GmbH. Das ist die klassische Holding.

Wie viel Steuern zahlt eine vermögensverwaltende GmbH?

Die Steuerlast einer vermögensverwaltenden GmbH liegt je nach Ertragsart zwischen rund 1,3 % und rund 31,6 %. Entscheidend sind drei Fragen: Sind es Aktien oder Fonds? Wie hoch ist die Beteiligung? Und welchen Gewerbesteuer-Hebesatz hat die Gemeinde? Die Tabelle zeigt die Belastung auf Ebene der GmbH.

Grundlage ist die Körperschaftsteuer von 15 % (§ 23 KStG) plus 5,5 % Solidaritätszuschlag darauf (§ 4 SolZG), zusammen 15,825 %. Die Gewerbesteuer beträgt 3,5 % des Gewerbeertrags mal Hebesatz, bei 400 % also 14 %. Wie sich die Steuerlast einer GmbH allgemein zusammensetzt, erklärt der Artikel Steuern einer GmbH.

Steuerbelastung einer vermögensverwaltenden GmbH je Ertragsart und Hebesatz
ErtragsartHebesatz 280 %400 %450 %Grundlage
Gewinn aus Aktienverkauf1,28 %1,49 %1,58 %§ 8b Abs. 2, 3 KStG
Dividende, Beteiligung ab 15 %1,28 %1,49 %1,58 %§ 8b Abs. 1, 5 KStG, § 9 Nr. 2a, 7 GewStG
Dividende, Beteiligung 10 bis unter 15 %10,59 %14,79 %16,54 %§ 8 Nr. 5 GewStG
Dividende, Beteiligung unter 10 %25,63 %29,83 %31,58 %§ 8b Abs. 4 KStG
Aktien-ETF (Ausschüttung oder Verkauf)9,05 %11,57 %12,62 %§ 20 Abs. 1, 5 InvStG
Mieteinnahmen mit erweiterter Kürzung15,83 %15,83 %15,83 %§ 9 Nr. 1 Satz 2 GewStG
Zinsen, Mieten ohne Kürzung25,63 %29,83 %31,58 %§ 23 KStG, § 11 GewStG

Modellrechnung, ersetzt keine Prüfung durch eine Steuerkanzlei. Stand 2026: Körperschaftsteuer 15 %, ohne Kirchensteuer, gerundet. Die Beteiligungsquote zählt zu Beginn des Jahres. Bei der Körperschaftsteuer gilt ein im Laufe des Jahres erworbener Anteil von mindestens 10 % als zu Beginn erworben (§ 8b Abs. 4 Satz 6 KStG). 280 % ist ab 2027 der gesetzliche Mindesthebesatz.

Woher kommen die oft genannten 1,5 %?

§ 8b KStG stellt Gewinne aus dem Verkauf von Aktien und Dividenden steuerfrei. Gleichzeitig gelten 5 % davon als nicht abziehbare Betriebsausgaben. Diese 5 % werden voll besteuert: 5 % mal 29,825 % ergibt 1,49 % bei einem Hebesatz von 400 %. Die 1,5 % gelten also nur für Aktien in der Direktanlage. Bei Dividenden gelten sie nur, wenn die GmbH zu Beginn des Jahres mindestens 15 % der Anteile hält. Schwellen und Ausnahmen erklärt der Artikel § 8b KStG.

Warum gilt das nicht für ETFs?

Für Investmentfonds wie ETFs ist § 8b KStG ausdrücklich nicht anzuwenden (§ 16 Abs. 3 InvStG). Stattdessen gilt die Teilfreistellung: Bei einer GmbH sind 80 % der Erträge aus Aktienfonds von der Körperschaftsteuer befreit, bei der Gewerbesteuer nur die Hälfte davon, also 40 % (§ 20 Abs. 1 und 5 InvStG). Das ergibt rund 11,6 % bei einem Hebesatz von 400 %, fast achtmal so viel wie bei Einzelaktien.

Was gilt bei Kursverlusten?

Die Steuerfreiheit hat eine Kehrseite. Nach § 8b Abs. 3 Satz 3 KStG werden Gewinnminderungen im Zusammenhang mit Anteilen an Kapitalgesellschaften nicht berücksichtigt. Verluste aus dem Verkauf von Aktien mindern den steuerpflichtigen Gewinn der GmbH also nicht.

Zahlt eine vermögensverwaltende GmbH Gewerbesteuer?

Ja. Jede GmbH ist kraft Rechtsform gewerbesteuerpflichtig, auch wenn sie nur Vermögen verwaltet. Die Gewerbesteuer entfällt ganz oder teilweise nur über Kürzungen: für Dividenden aus Beteiligungen ab 15 % (§ 9 Nr. 2a und 7 GewStG) und für Mieteinnahmen über die erweiterte Kürzung (§ 9 Nr. 1 Satz 2 GewStG).

Erweiterte Kürzung für Immobilien

Mit der erweiterten Kürzung zahlt eine Immobilien-GmbH auf ihre Mieteinnahmen keine Gewerbesteuer, sondern nur Körperschaftsteuer und Solidaritätszuschlag. Sie gilt auf Antrag für Unternehmen, die ausschließlich eigenen Grundbesitz verwalten und nutzen (§ 9 Nr. 1 GewStG). Einige Nebentätigkeiten erlaubt das Gesetz ausdrücklich (§ 9 Nr. 1 Satz 3 GewStG):

  • Strom und Ladestationen: Einnahmen aus Strom aus erneuerbaren Energien oder aus Ladestationen für Elektrofahrzeuge sind seit 2023 unschädlich, wenn sie höchstens 20 % der Mieteinnahmen betragen. Strom aus erneuerbaren Energien darf an Letztverbraucher nur gehen, wenn sie Mieter sind.
  • Sonstige Leistungen an Mieter: Andere Einnahmen aus Verträgen mit den Mietern sind bis 5 % der Mieteinnahmen unschädlich.

Wichtig: Die Kürzung gilt nicht, wenn der Grundbesitz ganz oder zum Teil dem Gewerbebetrieb eines Gesellschafters dient (§ 9 Nr. 1 Satz 5 Nr. 1 GewStG). Gewerbliche Tätigkeiten jenseits der genannten Grenzen kosten die Kürzung insgesamt. Ob sie greift, prüft die Steuerkanzlei, bei der du mandatiert bist.

Was bleibt nach der Ausschüttung an dich?

Gewinne, die die GmbH an dich ausschüttet, werden ein zweites Mal besteuert. Im Privatvermögen gilt die Abgeltungsteuer von 25 % plus Solidaritätszuschlag, zusammen 26,375 % (§ 32d Abs. 1 EStG). Wer mindestens 25 % hält, kann das Teileinkünfteverfahren beantragen. Das gilt auch ab 1 %, wenn die Person für die GmbH beruflich tätig ist und dadurch maßgeblichen Einfluss hat. Dann werden 60 % der Ausschüttung mit dem persönlichen Steuersatz besteuert (§ 32d Abs. 2 Nr. 3, § 3 Nr. 40 EStG). Ablauf und Kapitalertragsteuer erklärt der Artikel Gewinnausschüttung GmbH.

Gesamtbelastung bei vollständiger Ausschüttung im Vergleich zur privaten Anlage
ErtragsartIn der GmbHNach AusschüttungDirekt privat
Gewinn aus Aktienverkauf1,49 %27,47 %26,38 %
Aktien-ETF11,57 %34,89 %18,46 %
Dividende, Beteiligung unter 10 %29,83 %48,33 %26,38 %
Mieteinnahmen mit erweiterter Kürzung15,83 %38,03 %persönlicher Steuersatz

Modellrechnung, ersetzt keine Prüfung durch eine Steuerkanzlei. Hebesatz 400 %, Ausschüttung mit Abgeltungsteuer, ohne Kirchensteuer und ohne Sparer-Pauschbetrag. Privat gilt für Aktien-ETFs eine Teilfreistellung von 30 % (§ 20 Abs. 1 InvStG). Die Zeile „Gewinn aus Aktienverkauf" gilt für Aktien im Streubesitz. War die Beteiligung innerhalb der letzten fünf Jahre unmittelbar oder mittelbar mindestens 1 %, gilt für den Veräußerungsgewinn privat statt der Abgeltungsteuer das Teileinkünfteverfahren (§ 17 Abs. 1 Satz 1, § 3 Nr. 40 Satz 1 Buchst. c EStG).

Das Ergebnis: Der Vorteil einer vermögensverwaltenden GmbH liegt nicht im niedrigeren Gesamtsatz, sondern im Aufschub. Solange Gewinne in der GmbH bleiben und wieder angelegt werden, fällt die zweite Steuer nicht an. Wer die Erträge laufend privat braucht, zahlt in der Regel mehr als ohne GmbH. Privat steht zudem der Sparer-Pauschbetrag von 1.000 € pro Jahr zur Verfügung, bei Zusammenveranlagung 2.000 € (§ 20 Abs. 9 EStG).

Vermögensverwaltende GmbH oder Holding: Was ist der Unterschied?

Eine Holding ist ebenfalls eine GmbH, die Vermögen verwaltet. Ihr Vermögen sind Beteiligungen an einer oder mehreren Tochtergesellschaften. Der Unterschied liegt im Zweck und in der Beteiligungshöhe, nicht in der Rechtsform. Steuerlich entscheidet die Quote zu Beginn des Jahres: Ab 10 % sind Dividenden bei der Körperschaftsteuer zu 95 % steuerfrei, ab 15 % auch bei der Gewerbesteuer.

Holding-GmbH, Depot-GmbH und Immobilien-GmbH im Vergleich
MerkmalHolding-GmbHDepot-GmbHImmobilien-GmbH
Typisches VermögenAnteile ab 15 % an TochtergesellschaftenAktien, ETFs, Anleihenvermietete Immobilien
Wichtigste Steuerregeln§ 8b KStG, § 9 Nr. 2a, 7 GewStG§ 8b KStG, § 20 InvStG§ 9 Nr. 1 Satz 2 GewStG
Belastung in der GmbH (Hebesatz 400 %)1,49 % auf Dividenden und Anteilsverkäufe1,49 % (Aktienverkäufe) bis 29,83 % (Streubesitzdividenden)15,83 % mit erweiterter Kürzung
Typische FalleBeteiligung zu Beginn des Jahres unter 15 %ETFs und kleine Beteiligungen höher besteuert als erwartetgewerbliche Nebentätigkeit kostet die Kürzung

Die Modelle lassen sich verbinden. Eine Holding kann neben ihren Beteiligungen auch ein Depot halten. Eine Immobilien-GmbH darf nach § 9 Nr. 1 Satz 2 GewStG „neben eigenem Grundbesitz eigenes Kapitalvermögen verwalten und nutzen", ohne die erweiterte Kürzung zu verlieren. Wie eine Holding entsteht, beschreibt der Artikel Wie gründe ich eine Holding?

Welche Nachteile hat eine vermögensverwaltende GmbH?

Die niedrigen Sätze in der GmbH haben ihren Preis. Die GmbH verursacht laufende Pflichten und Kosten, die bei privater Anlage nicht anfallen. Einige Ertragsarten werden zudem höher besteuert, als viele erwarten.

  • Jahresabschluss und Offenlegung: Die GmbH muss bilanzieren, jährlich einen Jahresabschluss aufstellen und ihn im Unternehmensregister offenlegen (§ 325 HGB). Abschluss und Steuererklärungen erstellt in der Regel eine zugelassene Steuerkanzlei in eigener Verantwortung. Typische Kosten zeigt der Artikel Steuerberater-Kosten für eine Holding.
  • Keine Verrechnung von Kursverlusten: Verluste aus Aktienverkäufen mindern den Gewinn der GmbH nicht (§ 8b Abs. 3 Satz 3 KStG).
  • Gewerbesteuer ohne Freibetrag: Zinsen, Mieten ohne Kürzung und kleine Beteiligungen tragen die volle Gewerbesteuer.
  • Gebundenes Kapital: Geld kommt nur als Ausschüttung, Gehalt oder Darlehen zu dir. Zahlungen ohne klare Grundlage können als verdeckte Gewinnausschüttung gelten (§ 20 Abs. 1 Nr. 1 Satz 2 EStG).
  • Gründung: Eine GmbH braucht mindestens 25.000 € Stammkapital (§ 5 Abs. 1 GmbHG) und einen notariell beurkundeten Gesellschaftsvertrag. Die Alternative mit weniger Kapital erklärt der Artikel Unterschiede UG und GmbH.

Für wen kommt eine vermögensverwaltende GmbH infrage?

Gegründet wird eine vermögensverwaltende GmbH meist wegen des Steueraufschubs. Gewinne aus Aktienverkäufen und Dividenden aus Beteiligungen ab 15 % belastet die GmbH mit rund 1,5 %, privat fallen in der Regel 26,375 % Abgeltungsteuer mit Solidaritätszuschlag an. Die zweite Steuer entsteht erst, wenn Geld an die Gesellschafter fließt.

Eine feste Vermögensgrenze, ab der sich eine vermögensverwaltende GmbH lohnt, gibt es nicht. Die Rechnung hängt von Ertragsart, Anlagedauer, Hebesatz und persönlichem Steuersatz ab. Typischerweise sprechen drei Merkmale für die Struktur:

  • Wiederanlage: Die Erträge sollen über Jahre in der GmbH bleiben und dort wieder angelegt werden.
  • Direktanlage oder Beteiligungen: Das Vermögen besteht aus Einzelaktien oder Beteiligungen ab 15 %, nicht überwiegend aus ETFs.
  • Laufende Kosten: Der Steuervorteil übersteigt dauerhaft die Kosten für Jahresabschluss und Steuererklärungen.

Gegen die Struktur spricht, wenn die Erträge laufend privat gebraucht werden oder das Depot überwiegend aus ETFs besteht. Die Entscheidung setzt eine Rechnung mit den eigenen Zahlen voraus. Sie ist Aufgabe der Steuerkanzlei, bei der du mandatiert bist.

Was ändert sich ab 2027 und 2028?

Zwei Gesetzesänderungen verschieben die Rechnung. Ab 2027 beträgt der Mindesthebesatz der Gewerbesteuer 280 % statt 200 % (§ 16 Abs. 4 Satz 2 GewStG, § 36 Abs. 5b GewStG). Ab 2028 sinkt die Körperschaftsteuer jedes Jahr um einen Prozentpunkt, bis sie 2032 bei 10 % liegt (§ 23 Abs. 1 KStG).

Körperschaftsteuer und Belastung 2027 bis 2032
JahrKörperschaftsteuerMieten mit erweiterter KürzungZinsen, Hebesatz 400 %
202715 %15,83 %29,83 %
202814 %14,77 %28,77 %
202913 %13,72 %27,72 %
203012 %12,66 %26,66 %
203111 %11,61 %25,61 %
ab 203210 %10,55 %24,55 %

Modellrechnung, ersetzt keine Prüfung durch eine Steuerkanzlei. Belastung jeweils inklusive 5,5 % Solidaritätszuschlag, ohne Kirchensteuer.

Für Immobilien-GmbHs mit erweiterter Kürzung sinkt die Belastung damit bis 2032 um ein Drittel. Die Gewerbesteuer bleibt unverändert. Ihr Anteil an der Gesamtlast steigt, und die Kürzungen werden wichtiger.

Fazit

Eine vermögensverwaltende GmbH schiebt Steuern auf, solange Gewinne in der GmbH wieder angelegt werden. Bei einem Hebesatz von 400 % belastet sie Aktien in der Direktanlage und Beteiligungen ab 15 % mit rund 1,5 %, Aktien-ETFs mit rund 11,6 % und kleine Beteiligungen mit rund 30 %. Den niedrigsten Satz auf Dividenden erreicht also die klassische Holding. Fließt das Geld an dich, kommt die Abgeltungsteuer hinzu.

Fideus ist eine Plattform für Steuer- und Buchhaltungskoordination. Für Holdings mit Beteiligungen an Kapitalgesellschaften strukturiert die Plattform Belege und Bankdaten; die Steuerkanzlei, bei der du mandatiert bist, bucht und erstellt Jahresabschluss und Steuererklärungen in eigener Verantwortung. Beteiligungen an ausländischen Kapitalgesellschaften werden wie inländische betreut. Ein Depot neben den Beteiligungen klärt die Besonderheiten-Abfrage im Online-Funnel vor dem Angebot. Über die Plattform werden mehr als 600 Unternehmen verwaltet.

Holding Lite kostet ab 600 € pro Jahr netto für bis zu drei Beteiligungen und bis 150.000 € Bilanzsumme, Holding Pro ab 1.450 € pro Jahr netto, für UG und GmbH zu denselben Preisen. Gesamtpreis für Plattform- und Kanzleileistungen; Fideus und die Kanzlei rechnen ihren Anteil jeweils selbst ab. Nicht betreut werden reine Depot- und Immobilien-GmbHs, Aktien- und ETF-Handel sowie Kryptowährungen, im Paket „Operatives Unternehmen" außerdem Handel und E-Commerce. Pakete und Ablauf zeigt die Seite Holding-Jahresabschluss.

Quellen

Alle Fundstellen geprüft am 24. September 2026.

Häufige Fragen

Was ist eine vv GmbH?

Eine vv GmbH ist eine vermögensverwaltende GmbH: eine gewöhnliche GmbH ohne operatives Geschäft, die eigenes Vermögen wie Aktien, ETFs, Beteiligungen oder Immobilien anlegt. Eine eigene Rechtsform ist sie nicht. Steuerlich gilt sie als Gewerbebetrieb und unterliegt der Körperschaftsteuer, dem Solidaritätszuschlag und der Gewerbesteuer.

Wie viel Steuern zahlt eine vermögensverwaltende GmbH?

Das hängt von der Ertragsart ab. Bei einem Gewerbesteuer-Hebesatz von 400 % sind es rund 1,49 % auf Gewinne aus Aktienverkäufen und auf Dividenden aus Beteiligungen ab 15 %, rund 11,57 % auf Erträge aus Aktien-ETFs und rund 29,83 % auf Dividenden aus Beteiligungen unter 10 %, auf Zinsen und auf Mieten ohne erweiterte Kürzung. Maßgeblich ist in der Regel die Beteiligung zu Beginn des Jahres. Modellrechnung, Stand 2026, ersetzt keine Prüfung durch eine Steuerkanzlei.

Zahlt eine vermögensverwaltende GmbH Gewerbesteuer?

Ja. Nach § 2 Abs. 2 GewStG gilt die Tätigkeit einer GmbH stets als Gewerbebetrieb, auch wenn sie nur Vermögen verwaltet. Die Gewerbesteuer entfällt ganz oder teilweise nur über Kürzungen, etwa für Dividenden aus Beteiligungen, die zu Beginn des Jahres mindestens 15 % betragen, oder für Mieteinnahmen über die erweiterte Kürzung nach § 9 Nr. 1 Satz 2 GewStG.

Ab welchem Vermögen lohnt sich eine vermögensverwaltende GmbH?

Eine feste Grenze gibt es nicht. Die Rechnung hängt von der Ertragsart, der Anlagedauer, dem Hebesatz und dem persönlichen Steuersatz ab. Typischerweise spricht für die Struktur, dass Erträge über Jahre in der GmbH wieder angelegt werden. Ob sie sich rechnet, prüft die Steuerkanzlei, bei der du mandatiert bist.

Was ist der Unterschied zwischen einer Holding und einer vermögensverwaltenden GmbH?

Beide sind GmbHs, die Vermögen verwalten. Eine Holding hält Beteiligungen an Tochtergesellschaften, eine vermögensverwaltende GmbH typischerweise ein Depot oder Immobilien. Steuerlich entscheidet die Beteiligungsquote: Ab 10 % sind Dividenden bei der Körperschaftsteuer zu 95 % steuerfrei, ab 15 % auch bei der Gewerbesteuer. Maßgeblich ist in der Regel die Quote zu Beginn des Jahres.

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