Ab wann sich eine Holding lohnt, legt kein Gesetz fest. Sie lohnt sich, wenn Gewinne der Tochter in der Holding bleiben und neu angelegt werden oder ein Verkauf der Tochter möglich ist. Dividenden sind dort bei mindestens 10 % bzw. 15 % Beteiligung zu Jahresbeginn mit rund 1,5 % belastet, privat mit 26,375 %. Die Schwelle hängt an den laufenden Kosten: In einer Modellrechnung deckt der Steueraufschub 1.978,80 € Kosten ab rund 8.000 € Ausschüttung im Jahr.
Ab wann lohnt sich eine Holding?
Eine Holding lohnt sich, sobald der Steuerbetrag, der in der Holding zunächst nicht anfällt, die Kosten der zweiten Gesellschaft übersteigt. Eine feste Gewinnschwelle nennt weder das Körperschaftsteuergesetz noch das GmbH-Gesetz; wo die Schwelle liegt, hängt an den laufenden Kosten. Drei Bedingungen entscheiden, ob die Holding wirkt:
- Gewinne bleiben angelegt: Der Vorteil entsteht nur für Geld, das die Tochter an die Holding ausschüttet und das dort bleibt, etwa für neue Beteiligungen.
- Beteiligungsquote: Dividenden sind zu 95 % frei, vorausgesetzt, die Holding hält zu Beginn des Kalenderjahres mindestens 10 % (§ 8b Abs. 4 KStG) und für die Gewerbesteuer mindestens 15 % (§ 9 Nr. 2a GewStG).
- Verkauf möglich: Verkauft die Holding Anteile an einer Kapitalgesellschaft, bleibt der Gewinn ohne Mindestquote zu 95 % steuerfrei (§ 8b Abs. 2 und 3 KStG).
Wie Gesellschafterin, Holding und Tochter zusammenhängen, erklärt der Artikel Was ist eine Holding?. Ob sich die Struktur für eine bestimmte Situation rechnet, prüft die Steuerkanzlei, bei der du mandatiert bist.
Wie rechnet sich eine Holding? Modellrechnung zur Gewinnschwelle
Eine Holding rechnet sich, wenn der jährliche Aufschub größer ist als ihre laufenden Kosten. Der Aufschub ist die Differenz zwischen der Steuer, die eine Privatperson sofort auf die Dividende zahlt, und der Steuer in der Holding. Die fiktive Modellrechnung zeigt das für drei Gewinne der Tochter, Stand 2026.
| Position | Beispiel 1 | Beispiel 2 | Beispiel 3 |
|---|---|---|---|
| Gewinn der Tochter vor Steuern | 25.000,00 € | 50.000,00 € | 100.000,00 € |
| Ausschüttung nach Steuern der Tochter (29,825 %) | 17.543,75 € | 35.087,50 € | 70.175,00 € |
| Steuer sofort, Anteile privat (26,375 %) | 4.627,16 € | 9.254,33 € | 18.508,65 € |
| Steuer sofort, Anteile in der Holding | 250,81 € | 515,63 € | 1.045,25 € |
| Bleibt zusätzlich in der Holding (Aufschub) | 4.376,35 € | 8.738,70 € | 17.463,40 € |
Der Aufschub liegt bei rund 24,9 Prozentpunkten der Ausschüttung. Damit lässt sich für jedes Kostenniveau ablesen, ab welcher Ausschüttung er die laufenden Kosten der Holding deckt:
| Laufende Kosten der Holding pro Jahr | Ausschüttung an die Holding ab | Gewinn der Tochter vor Steuern ab |
|---|---|---|
| 600 € netto (Holding Lite, ohne Add-on für Dividenden) | rund 2.400 € | rund 3.400 € |
| 1.978,80 € netto (StBVV, Mittelwert) | rund 8.000 € | rund 11.300 € |
| 5.000 € (Annahme für ein höheres Kostenniveau) | rund 20.100 € | rund 28.600 € |
Modellrechnung, ersetzt keine Prüfung durch eine Steuerkanzlei. Fiktives Beispiel, Stand 2026: Körperschaftsteuer 15 % plus Solidaritätszuschlag, Gewerbesteuer-Hebesatz 400 % bei Tochter und Holding, Gewerbeertrag auf volle 100 € abgerundet (§ 11 Abs. 1 Satz 3 GewStG). Privatperson mit Abgeltungsteuer ohne Kirchensteuer und ohne Sparer-Pauschbetrag. Holding mit mindestens 15 % Beteiligung zu Beginn des Jahres; 5 % der Dividende steuerpflichtig, Kapitalertragsteuer vollständig angerechnet. Laufende Kosten vereinfachend ohne steuerliche Entlastung. StBVV-Wert: fiktive Holding mit 50.000 € Bilanzsumme inkl. Buchführung, ohne Ausschüttungen, Fassung ab 1. Juli 2025. Bekommt die Holding Dividenden, kommt über Fideus das Add-on „Dividenden & Ausschüttungen“ hinzu; der Preis steht im Angebot.
Der Vorteil ist ein Aufschub: Fließt das Geld später von der Holding an dich, fällt die Abgeltungsteuer an. Wie viel er wert ist, hängt davon ab, wie lange das Geld in der Holding arbeitet. Zu beachten ist die Liquidität: Die Tochter behält zunächst 26,375 % Kapitalertragsteuer ein; die Holding bekommt sie erst mit der Veranlagung angerechnet. Im Onboarding auf der Fideus-Plattform fällt auf, dass Holdings mit der vollen Dividende planen und den Einbehalt übersehen. Den Rechenweg der StBVV zeigt der Artikel Steuerberater-Kosten für eine Holding.
Welche Vorteile hat eine Holding-GmbH?
Eine Holding-GmbH hat vier Vorteile. Gewinne der Tochter lassen sich fast steuerfrei neu anlegen, und ein Verkauf der Tochter ist zu 95 % steuerfrei. Das Vermögen ist vom Risiko des operativen Geschäfts getrennt. Geld aus einem Exit fließt direkt in die nächste Beteiligung. Jeder Vorteil gilt unter einer Bedingung.
- Mehr Kapital für neue Anlagen: Von 70.175 € Ausschüttung bleiben in der Modellrechnung 17.463,40 € mehr in der Holding als bei einer Privatperson, vorausgesetzt, die Beteiligungsquoten sind erfüllt.
- Exit: Ein Veräußerungsgewinn ist in der Holding mit rund 1,5 % belastet. Hielt eine Privatperson in den letzten fünf Jahren mindestens 1 %, sind 60 % des Gewinns steuerpflichtig (§ 17 EStG, § 3 Nr. 40 EStG). Eine Exit-Modellrechnung zeigt der Artikel § 8b KStG einfach erklärt.
- Haftung getrennt: Jede GmbH haftet nur mit ihrem eigenen Vermögen (§ 13 Abs. 2 GmbHG). Gewinne, die an die Holding ausgeschüttet sind, stehen in der Regel nicht mehr im Risiko der Tochter.
- Mehrere Beteiligungen: Business Angels bündeln Startup-Beteiligungen in einer Gesellschaft. Verkaufsgewinne sind auch bei kleinen Quoten zu 95 % frei; Dividenden unter 10 % dagegen voll steuerpflichtig.
Welche Nachteile hat eine Holding-GmbH?
Die Nachteile einer Holding-GmbH sind vor allem die laufenden Kosten einer zweiten Gesellschaft, mehr Formalien und Fristen bei nachträglicher Einbringung. Jeder Nachteil wiegt nur unter bestimmten Bedingungen schwer. Die Tabelle ordnet ein, wann er ins Gewicht fällt und wie stark.
| Nachteil | Fällt ins Gewicht | Einordnung |
|---|---|---|
| Laufende Kosten einer zweiten Gesellschaft | wenn kaum Gewinn an die Holding ausgeschüttet wird | Die Schwelle sinkt mit den Kosten; siehe Modellrechnung oben. |
| Gründungskosten | bei der Einbringung bestehender Anteile (weitere Beurkundung nach dem Wert der Anteile) | Bargründung: Notar und Register rund 375–935 € inkl. Umsatzsteuer auf die Notargebühren, einmalig (Stand 2026). |
| Aufschub statt endgültiger Ersparnis | wenn das Geld bald privat gebraucht wird | Bleibt das Geld in der Holding oder verkauft sie eine Beteiligung, wirkt der Vorteil weiter. |
| Formalien zwischen den Gesellschaften | wenn Geld ohne Beschluss oder Vertrag fließt | Mit Beschluss, schriftlichem Vertrag und getrennten Konten bleibt der Aufwand überschaubar. |
| Mindestbeteiligung für Dividenden | bei Beteiligungen unter 10 % bzw. 15 % zu Beginn des Jahres | Bei der eigenen GmbH meist erfüllt; Verkaufsgewinne sind ohne Mindestquote zu 95 % frei. |
| Verluste bleiben in der Tochter | wenn die Tochter Verluste macht oder ein Darlehen ausfällt | Verrechnung nur mit Organschaft (§ 14 KStG); Darlehensverluste bei mehr als 25 % Beteiligung in der Regel nicht abziehbar. |
| Sperrfrist nach der Einbringung | bei einem Verkauf innerhalb von sieben Jahren | Entfällt, wenn die Holding die Tochter selbst gründet; schmilzt je Jahr um ein Siebtel. |
| Rücklage bei der Holding-UG | wenn die UG regelmäßig an dich ausschütten soll | Wird in der Holding ohnehin angelegt, bindet die Rücklage kaum. |
Die Darlehensregel steht in § 8b Abs. 3 Satz 4 KStG. Die Organschaft verlangt die Mehrheit der Stimmrechte ab Beginn des Wirtschaftsjahres und einen Gewinnabführungsvertrag über mindestens fünf Jahre (§ 14 Abs. 1 KStG). Fließt Geld ohne Grundlage an die Gesellschafterin, kann das als verdeckte Gewinnausschüttung gelten.
Lohnt sich eine Holding ohne geplanten Exit?
Ja, wenn Gewinne der Tochter angelegt statt privat ausgegeben werden. Ohne Exit bleibt der Aufschub der Kern: Ausgeschüttete Gewinne arbeiten in der Holding fast ungeschmälert weiter. Liegt der Wert des Geschäfts vor allem in den Gründern, fällt der Exit-Vorteil weg, der Vorteil der Wiederanlage bleibt.
Im Onboarding beobachtet das Fideus-Team, wofür Holdings ohne geplanten Verkauf das Geld nutzen. Vor allem fließt es in neue Beteiligungen, etwa an Startups, oder als Darlehen an die Tochter oder an weitere eigene Gesellschaften. Oder es bleibt geparkt, auf dem Konto oder als Festgeld. Worin sich ein solches Darlehen von Eigenkapital unterscheidet, erklärt der Artikel Gesellschafterdarlehen oder Kapitalrücklage.
Ist die Holding zu mehr als 25 % an der Tochter beteiligt, ist der Ausfall eines Darlehens an sie in der Regel steuerlich nicht abziehbar. Die Trennung von Vermögen und Risiko wirkt auch ohne Verkauf: Was in der Holding liegt, haftet in der Regel nicht für Verbindlichkeiten der Tochter.
Soll vor allem ein Depot oder eine Immobilie gehalten werden, gelten eigene Regeln; sie erklärt der Artikel vermögensverwaltende GmbH.
Holding jetzt oder später gründen?
Am einfachsten ist die Holding, die vor der Tochter entsteht. Sie gründet die operative GmbH selbst, ohne Einbringung und ohne Sperrfrist. Wer später bestehende Anteile einbringt, kann das auf Antrag zum Buchwert tun (§ 21 Abs. 1 UmwStG). Voraussetzung: Die Holding hält danach die Mehrheit der Stimmrechte.
Verkauft die Holding zum Buchwert eingebrachte Anteile innerhalb von sieben Jahren, wird der Einbringungsgewinn bei der Gesellschafterin rückwirkend besteuert (Einbringungsgewinn II). Das Gesetz lässt ihn jedes Jahr kleiner werden:
„… vermindert um jeweils ein Siebtel für jedes seit dem Einbringungszeitpunkt abgelaufene Zeitjahr.“ – § 22 Abs. 2 Satz 3 UmwStG
| Verkauf nach der Einbringung | Nachträglich zu versteuern |
|---|---|
| im 1. Zeitjahr | 7/7 (100 %) |
| im 2. Zeitjahr | 6/7 (rund 86 %) |
| im 3. Zeitjahr | 5/7 (rund 71 %) |
| im 4. Zeitjahr | 4/7 (rund 57 %) |
| im 5. Zeitjahr | 3/7 (rund 43 %) |
| im 6. Zeitjahr | 2/7 (rund 29 %) |
| im 7. Zeitjahr | 1/7 (rund 14 %) |
| nach sieben Zeitjahren | 0 |
Zwei weitere Punkte sprechen für die frühe Gründung. Eine UG kann bestehende Anteile nicht als Sacheinlage aufnehmen (§ 5a Abs. 2 GmbHG); für den Anteilstausch braucht es 25.000 € Stammkapital. Bei der Gewerbesteuer zählt die Quote zu Beginn des Jahres. Wird im Laufe eines Jahres eingebracht, ist eine Ausschüttung im selben Jahr in der Regel voll gewerbesteuerpflichtig.
Gesellschafts- und Einbringungsvertrag gestalten Notar oder Rechtsanwalt. Was die Einbringung kostet, zeigt der Artikel Gründungskosten einer Holding, den Ablauf der Artikel Wie gründe ich eine Holding?
Eine neu gegründete Holding startet mit einer Eröffnungsbilanz, bei Gründung im Laufe des Jahres mit einem verkürzten ersten Geschäftsjahr. Was dafür gilt, erklären die Artikel Eröffnungsbilanz der GmbH und UG und Rumpfgeschäftsjahr. Wie Holding und Tochter mit Fideus von Anfang an starten, zeigt die Seite Neugründung.
Bis die erste Dividende fließt, kann eine früh gegründete Holding Jahre ohne Erträge haben. Welche Pflichten dann bleiben und wie die laufenden Kosten als Verlustvortrag wirken, erklärt der Artikel Ruhende GmbH.
Über die Fideus-Plattform gilt: Bezahlt wird, sobald die Arbeit beginnt. Jahresabschluss und Erklärungen beginnen erst nach Ablauf des Geschäftsjahres, Umsatzsteuervoranmeldungen schon im selben Jahr. Ohne Voranmeldungen, etwa mit Holding Lite, zahlst du das erste Geschäftsjahr deshalb erst im Folgejahr. Zugang zur Plattform gibt es schon vor der ersten Zahlung.
Wann lohnt sich eine Holding nicht?
Eine Holding lohnt sich in der Regel nicht, wenn Gewinne sofort privat gebraucht werden oder die Beteiligung die Quoten nicht erreicht. Auch ein Verkauf kurz nach einer Einbringung schmälert den Vorteil. Die folgenden Fälle ergeben sich aus dem Gesetz:
- Vollausschüttung: Jede Dividende fließt sofort an die Gesellschafter weiter. Dann bleibt nur der Aufschub bis zur nächsten Ausschüttung.
- Kleine Gewinne bei hohen Kosten: Liegt die Ausschüttung unter der Schwelle aus der Modellrechnung, übersteigen die Kosten den Aufschub.
- Streubesitz: Unter 10 % Beteiligung zu Beginn des Jahres sind Dividenden auch in der Holding voll steuerpflichtig.
- Verkauf kurz nach der Einbringung: Innerhalb von sieben Jahren wird der Einbringungsgewinn anteilig nachversteuert.
- Nebenbei handeln: Bei Holding-UGs fällt im Onboarding auf, dass nebenbei in kleinen Mengen mit Aktien gehandelt wird. Die Kosten für Buchführung und Abschluss steigen dadurch, ohne dass der Ertrag sie trägt.
Holding-UG oder Holding-GmbH?
Steuerlich gibt es keinen Unterschied: Eine Holding-UG zahlt dieselben Steuern wie eine Holding-GmbH, einschließlich der Steuerfreiheit nach § 8b KStG. Die UG (haftungsbeschränkt) startet ab 1 € Stammkapital, bildet aber eine Rücklage von einem Viertel des Jahresüberschusses (§ 5a Abs. 3 GmbHG). Bestehende Anteile kann nur die GmbH als Sacheinlage aufnehmen.
Die UG passt typischerweise, wenn die Holding ihre Beteiligungen neu gründet oder kauft und die Gewinne in der Holding bleiben. Wann sie reicht und wie aus ihr eine GmbH wird, erklärt der Artikel UG als Holding. Über die Fideus-Plattform gelten Holding Lite und Holding Pro für UG und GmbH zu denselben Bedingungen und Preisen.
Was kostet eine Holding über die Fideus-Plattform?
Über die Fideus-Plattform kostet eine Holding ab 600 € pro Jahr netto im Paket Holding Lite und ab 1.450 € pro Jahr netto im Paket Holding Pro. Das ist der Gesamtpreis für Plattform- und Kanzleileistungen; Fideus und die Kanzlei rechnen ihren Anteil jeweils selbst ab. Mit 600 € liegt der Einstiegspreis unter einem Drittel des StBVV-Mittelwerts von 1.978,80 € netto, beide ohne Ausschüttungen. Bekommt die Holding Dividenden, kommt das Add-on „Dividenden & Ausschüttungen“ hinzu; der Preis steht im Angebot.
Fideus ist eine Plattform für Steuer- und Buchhaltungskoordination und bereitet Belege und Bankdaten auf. Buchhaltung, Jahresabschluss, Körperschaft- und Gewerbesteuererklärung erstellt die Steuerkanzlei, bei der du mandatiert bist, in eigener Verantwortung.
- Dividenden: Mit dem Add-on erfasst die Kanzlei die Dividende im Abschluss der Holding. Die Kapitalertragsteuer rechnet sie in der Körperschaftsteuererklärung an, in eigener Verantwortung.
- Wachstum: Weitere Beteiligungen oder eine höhere Bilanzsumme deckst du über die Add-ons „Mehr Beteiligungen“ und „Höhere Bilanzsummen“ oder den Wechsel zu Holding Pro ab. Alle Kosten stehen im Angebot.
- Gründung: Die Kanzlei übernimmt Holdings ab der Gründung und erstellt die Eröffnungsbilanz in eigener Verantwortung; deren Preis steht im Angebot. Ein Angebot ist auch vor dem Notartermin möglich.
- Holding und Tochter: Für die operative GmbH gibt es das Paket „Operatives Unternehmen“, mit demselben Plattform-Zugang und derselben Kanzlei, aber einem eigenen Angebot je Gesellschaft.
- Kanzlei: Die mandatierte Kanzlei hat über 50 Mitarbeitende, darunter mehr als 7 Steuerberaterinnen und Steuerberater. Über die Plattform werden mehr als 650 Unternehmen verwaltet.
Angebot und Erstgespräch sind kostenlos und unverbindlich. Ob sich eine Holding für eine bestimmte Situation rechnet, prüft eine Steuerkanzlei. Nicht betreut werden reine Depot- und Immobilien-GmbHs, Aktien- und ETF-Handel sowie Kryptowährungen, im Paket „Operatives Unternehmen“ außerdem Handel und E-Commerce.
Fazit
Eine Holding lohnt sich nicht ab einem festen Gewinn, sondern ab dem Punkt, an dem der Aufschub ihre laufenden Kosten übersteigt. Je niedriger die Kosten, desto früher ist er erreicht. Entscheidend ist, dass Gewinne in der Holding bleiben oder ein Verkauf möglich ist.
- Schwelle: In der fiktiven Modellrechnung deckt der Aufschub Kosten auf dem Niveau der StBVV (1.978,80 € netto) ab rund 8.000 € Ausschüttung im Jahr. Niedrigere Kosten senken die Schwelle. Modellrechnung, ersetzt keine Prüfung durch eine Steuerkanzlei.
- Zeitpunkt: Vor der Tochter gegründet, entfallen Einbringung und Sperrfrist.
- Rechtsform: UG und GmbH zahlen dieselben Steuern; die UG bildet eine Rücklage.
Pakete, Ablauf und Preise für Beteiligungsholdings zeigt die Seite Fideus für Holdings.
Quellen
- Körperschaftsteuergesetz (§§ 8, 8b, 14)
- Gewerbesteuergesetz (§§ 9, 11)
- Einkommensteuergesetz (§§ 3 Nr. 40, 17, 32d)
- Umwandlungssteuergesetz (§§ 21, 22)
- GmbH-Gesetz (§§ 5a, 13)
- Steuerberatervergütungsverordnung
Häufige Fragen
Wie viel Steuer zahlt eine Holding?
Eine Holding-GmbH zahlt auf Dividenden ihrer Tochter in der Regel rund 1,5 % Steuern, weil 95 % nach § 8b KStG steuerfrei bleiben. Voraussetzung ist eine Beteiligung von mindestens 10 % zu Beginn des Kalenderjahres, für die Gewerbesteuer mindestens 15 % zu Beginn des Erhebungszeitraums (§ 9 Nr. 2a GewStG). Gewinne aus dem Verkauf von Anteilen sind ohne Mindestbeteiligung zu 95 % steuerfrei. Stand 2026, Hebesatz 400 %.
Was kostet eine Holding pro Jahr?
Jede Holding braucht eine eigene Buchhaltung, einen Jahresabschluss sowie eine Körperschaft- und Gewerbesteuererklärung. Über die Fideus-Plattform beginnt das Paket Holding Lite bei 600 € pro Jahr netto; die Leistungen erbringt die mandatierte Steuerkanzlei in eigener Verantwortung. Nach der StBVV kosten Buchführung, Abschluss und Erklärungen für eine fiktive Holding mit 50.000 € Bilanzsumme ohne Ausschüttungen im Mittel 1.978,80 € netto im Jahr. Modellrechnung, ersetzt keine Prüfung durch eine Steuerkanzlei; Stand 2026.
Für wen lohnt sich eine Holding?
Eine Holding lohnt sich in der Regel für Gesellschafterinnen und Gesellschafter einer GmbH oder UG, die Gewinne nicht sofort privat brauchen. Dasselbe gilt für Gründerinnen und Gründer mit möglichem späterem Verkauf und für Business Angels mit mehreren Beteiligungen. Dividenden bleiben ab 10 % bzw. 15 % Beteiligung zu Jahresbeginn zu 95 % steuerfrei. Ob sich die Struktur im Einzelfall rechnet, prüft eine Steuerkanzlei.
Wann sollte man eine Holding gründen?
Am einfachsten ist es, die Holding vor der operativen Gesellschaft zu gründen. Dann gründet die Holding die Tochter selbst, und es gibt keine Einbringung und keine Sperrfrist. Wer bestehende Anteile später einbringt, braucht dafür in der Regel eine GmbH als Holding. Verkauft die Holding zum Buchwert eingebrachte Anteile innerhalb von sieben Jahren, wird der Einbringungsgewinn rückwirkend besteuert, vermindert um ein Siebtel je abgelaufenem Jahr (§ 22 Abs. 2 UmwStG).
Wie bekomme ich das Geld aus einer Holding?
Auf zwei Wegen: als Gewinnausschüttung der Holding mit Gesellschafterbeschluss oder als vereinbartes Geschäftsführergehalt. Bei der Ausschüttung fällt bei dir die Abgeltungsteuer an; der Vorteil der Holding ist deshalb ein Aufschub, solange das Geld in der Holding bleibt. Zahlungen ohne Beschluss oder Vereinbarung können als verdeckte Gewinnausschüttung gelten (§ 8 Abs. 3 Satz 2 KStG).
Lohnt sich eine Holding-UG schon bei kleinem Gewinn?
Eine Holding-UG wird steuerlich wie eine Holding-GmbH behandelt und startet ab 1 € Stammkapital. Ob sich die Struktur bei kleinem Gewinn rechnet, hängt vor allem von den laufenden Kosten ab. In der fiktiven Modellrechnung dieses Artikels deckt der Steueraufschub laufende Kosten auf dem Niveau der StBVV (1.978,80 € netto) ab rund 8.000 € Ausschüttung im Jahr. Bei niedrigeren Kosten liegt die Schwelle entsprechend tiefer. Modellrechnung, ersetzt keine Prüfung durch eine Steuerkanzlei; Stand 2026. Ein Viertel des Jahresüberschusses, gemindert um einen Verlustvortrag, fließt in die gesetzliche Rücklage der UG (§ 5a Abs. 3 GmbHG).